Basteln für die dunkle Jahreszeit

Gestern habe ich reflektierende Schnürsenkel im Supermarkt entdeckt und da ich schon seit ein paar Tagen am überlegen war, wie ich mein Pony von vorne gut sichtbar machen kann, habe ich sofort zugeschlagen.

Für Tammis zartes Hinterteil haben wir eine wunderbare reflektierende Ausreitdecke, aber vorne waren wir bisher quasi unsichtbar unterwegs.

Zu Hause angekommen habe ich mir eines der herumliegenden alten Fransenstirnbänder geschnappt. Ähnlich wie Hufkratzer finden sich davon immer mehrere herrenlose Exemplare auf unserem Hof, die über Jahre ihren Platz in irgendeiner dunklen Ecke nicht verlassen. Einem dieser Exemplare wurde nun also zu einer neuen Existenz im Licht verholfen. Leider musste ich ihm hierfür zunächst alle noch vorhandenen Fransen abschneiden.

Von den Schnürsenkeln habe ich die festen Enden abgeschnitten, damit diese nicht in die Augen kommen können. Dann habe ich die Schnürsenkel einmal in der Mitte durchgeschnitten, womit man 4 etwa gleich lange Bänder erhält. Diese habe ich einmal mittig gefaltet und auf den mittleren Teil des Stirnbandes genäht. Fertig ist der Frontreflektor.

Dieser lässt sich zu meiner Freude beliebig an Trense, Sidepull, Halfter,… montieren.

Tammi hat sich von den leuchtenden Fransen in keinster Weise irritieren lassen, auch nicht in der Bewegung und wenn sie angeleuchtet wird. Trotzdem würde ich jedem empfehlen, erst mal in ruhiger und sicherer Umgebung zu prüfen, ob das Pferd ruhig bleibt, auch wenn die Fransen ganz dicht am Auge liegen. Zwar können Pferde den Bereich zwischen ihren Augen nicht sehen, aber ich weiß nicht, ob das auch für Lichtreflexe gilt.

Auf den Fotos sieht man noch ein älteres Projekt: eine Seite vom Zügel habe ich mit reflektierendem Garn bestickt. Dazu habe ich Reflektierendes Beilaufgarn verwendet, das ich zufällig im örtlichen Kurzwarengeschäft entdeckt und natürlich sofort gekauft habe. Beilaufgarn ist eigentlich zum Stricken und Häkeln gedacht, es eignet sich nicht besonders zum Sticken. Auch ist das Sticken von Hand auf Leder recht mühsam, weshalb auch nur eine Seite fertig geworden ist.

Auf den Bildern sieht es allerdings ganz hübsch aus, vielleicht besticke ich noch schnell die andere Seite, bevor mich die nächsten Ideen heimsuchen…

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