Wahnsinn!!!

Wir alle misten und ackern, üben und trainieren bei jedem Wetter. Wir tun es gerne, wir tun es für unser Pony. Aber irgendwie tun wir es auch für diesen einen Moment:

Drei Ponies, die sich gut verstehen, drei Reiter, die sich gerne mögen. Ein Ausritt zum 10-Wege-Platz. 10-Wege-Platz das bedeutet eine sehr lange Galloppstrecke, auf die sich so gut wie nie ein Spaziergänger verirrt. Das sind sechs Herzen, die gemeinsam fliegen. Schnell, sehr schnell fliegen, jauchzen, jubeln. In dem Wissen, dass wir jederzeit verbunden sind und aus vollem Gallopp stehen bleiben können. Woher ich das weiß? Dreimal haben wir wegen verlorener Hufschuhe und loser Bändel angehalten. Drei Ponies, die geduldig stehen, nicht weil sie außer Puste sich,  nicht weil sie nicht galoppieren wollen, sondern weil wir sie darum bitten. Um beim go freudig weiter zu fetzen. Gib ihm, Juhuuuuuuuuu!!!

innere Freudenhüpfer

Michael Geitner schreibt: „Sie trainieren nie für heute, sondern immer für morgen!“ Wenn dem so ist, waren meine beiden Stunden mit einer Natural Horsemanship-Trainerin ein großer Erfolg. Denn beide Male ist am nächsten Tag etwas ganz Besonderes passiert.
Das Erste lässt sich kaum beschreiben, ohne dass es furchtbar kitschig klingt, ich wage dennoch den Versuch: Pony und ich allein in der Reithalle, wir wiederholen die Bodenarbeits-Übungen vom Vortag. Als unser beider Konzentration nachlässt, legen wir eine kleine Pause ein. Diese Pause ist so zauberhaft, dass ich sie lange und mit tausend kleinen inneren Freudenhüpfern auskoste. Tammi steht vor mir und lässt vollkommen entspannt ihren Kopf sinken und ich vergrabe mein Gesicht in dem weichen Fell zwischen ihren Ohren. So stehen wir und sind miteinander…

warme Freude im Bauch

Ein Glücksmoment, an den ich mich mit warmer Freude im Bauch erinnere, liegt schon eine Weile zurück, in der Weidesaison. Tammi war noch nicht lange bei mir, als ich an einem sonnigen Vormittag auf die Weide kam. Zuckerschnute hob den Kopf aus dem saftigen Gras und kam gemächlich aber zielstrebig zu mir, um sich begrüßen zu lassen.