Endlich fertig, mein zweites Campo-Tuch! Ich freue mich und bin stolz. Im Januar hatte ich ja bereits eine kleine Anleitung und Bilder von meinem ersten Tuch aus Wollfilz veröffentlicht. Das zweite Tuch ist aus einer leichten Baumwolle, hat ebenfalls zwei Taschen und Reflektorpaspel und ist nach dem gleichen Schnitt genäht. Die Baumwolle ließ sich deutlich besser verarbeiten als der Wollfilz, aber an den Fransen bin ich fast verzweifelt. Mal eben den Schussfaden (Querfaden) aus dem Stoff heraus ziehen, das war dann doch mühseliger als gedacht. Und die Fernsehabende, an denen man sowas machen kann, waren auch deutlich seltener als gedacht.
Falls jemand ernsthaft ein Tuch mit Fransen auf diese Weise herstellen möchte, hier meine Fransen-Tipps:
Werkzeug: Stoffschere, Pinzette und LäusekammEs kann losgehen…
1. Den Stoff in etwa 1,5 cm breite „Fransen“ schneiden.
2. An der oberen Kante eine stabile Naht setzen (das habe ich im zweiten Schritt gemacht, um nicht versehentlich in meine Naht zu schneiden).
3. An der Franse die Kettfäden (Längsfäden) seitlich herausziehen, bis die Querfäden ein paar Millimeter herausschauen 4. Am oberen Ende einige Querfäden mit der Pinzette herausziehen. Lässt man diesen Schritt aus, wird der Übergang vom Stoff zu den Fransen nicht schön.
5. Die Längsfäden seitlich herausziehen, bis nur noch 2-3 Längsfäden übrig sind und man die Querfäden locker herauszupfen kann. 6. Die fertigen Fransen mit einem Läusekamm auskämmen.
Das Ganze etwa 60x wiederholen, nach Belieben noch zu Strähnen knoten und schon hat man hübsche Fransen am Campo-Tuch. Es gibt aber auch fertige Fransenbänder zum annähen im Fachhandel zu kaufen 😉
…wer Designerin werden will: Theklas erste Pferdedecken-Kollektion!
Zuschneiden und nähen muss zwar noch ich, aber die Stoffe und farbigen Klettbänder aussuchen und entscheiden, welches Pony welche Farbe trägt, das kann Thekla mit ihren 4 Jahren schon ganz hervorragend.
Im Laufe der Jahre habe ich vier der wunderbaren Selbstlern-Kurse von Babette Teschen und Tania Konnerth erstanden und da ich ein „Auf-Papier-Leser“ bin, habe ich sie ausgedruckt und in Aktenordner abgeheftet. Und seitdem ärgere ich mich über die hässlichen Aktenordner neben den vielen prachtvollen Pferdebüchern in meinem Regal. Das sieht nicht schön aus und wird dem Inhalt auch nicht gerecht.
Am Liebsten würde ich mir die Kurse als Buch drucken lassen. Bei vier Stück wäre das aber ganz schön teuer. Dann hatte ich vor, mir schöne Ordner zu kaufen, aber die richtig schönen sind auch nicht gerade billig. Was bleibt dann, außer selber machen? Zum Glück sammle ich die Stoffe alter Bettlaken, Blusen, T-Shirts,… Damit habe ich jetzt den ersten Ordner beklebt und die Anderen kommen auch noch dran 🙂
Es ist vollbracht – oder ich kann es nicht mehr sehen: ich habe so viel an den Zeichnungen auf dem Papier und der Komposition im Photoshop gearbeitet, dass ich tatsächlich das Gefühl habe, nichts mehr zu sehen. Darum habe ich beschlossen, dass sie fertig ist, die „Matinee zu Ross“!
Matinee bedeutet übrigens „künstlerische Veranstaltung am Vormittag“, ich musste es auch googeln. Da mein Mann immer am Sonntagvormittag reitet, was natürlich immer ein schöner, mit seinem Campo-Tuch fast schon künstlerischer Anblick ist, fand ich diesen Titel für meine Herrenkollektion sehr passend.
Für die Damen gibt es die Kollektion „Schwarzwälder Rose“. Jetzt wäre nur noch zu klären, ob das Geschlecht des Pferdes zum Reiter, zur Kollektion oder zu keinem von beidem passen muss. Mit dieser weltbewegenden Frage verabschiede ich mich und wünsche eine wundervolle Zeit.
Letzten Sommer waren Mann, Kind und ich ein paar Tage in Starnberg und sind beim Stadtbummel zufällig in einer kleinen „Gössl“ Boutique gelandet. Mein Mann hat sich dort ein wunderschönes Leinenhemd gekauft (in dem er ganz großartig aussieht, das er nur viel zu selten trägt) und ich habe mir das „Gwandhaus Journal“ mitgenommen. Ich mag ja Tracht sehr gerne, egal ob bayerisch oder mittelamerikanisch, und habe viel darin geblättert.
Genau wie die Tracht hat auch die Reiterei eine lange Tradition und es hat für mich einen besonderen Reiz, beides immer wieder neu zusammen zu bringen. In diesem Fall die detailreichen, wunderschönen Designs von „Gössl“ mit dem klassischen Prunkhalfter der Kaltblüter und Haflinger.
In meinem Kopf keimten Ideen, die wuchsen und letztendlich raus wollten. Da ich für die Umsetzung so mancher Idee weder Zeit, noch Geld, noch Bedarf habe, wird das Zeichnen zum Ventil und der Blog zum Catwalk.
Ich präsentiere: die Kollektion „Schwarzwälder Rose“, inspiriert von der Ausgabe No31 – 2020 des „Gwandhaus Journal“
In kürze folgt noch ein Modell für den Herrn. Leider sind die Zeichnungen noch nicht fertig, hier ein erster Vorgeschmack:
Auf der Suche nach einer schönen Schabracke für meinen Mann und seine PRE-Stute bin ich im Internet zufällig auf das „Campo-Tuch“ gestoßen. Man findet es auf Websiten für iberisches Reitzubehör, leider konnte ich nicht mehr Informationen dazu finden, als die in den eher kurzen Beschreibungstexten. Das Campo-Tuch kommt aus Spanien und ist eine Art Schal, der vorne am Sattel befestigt wird. Traditionell dient es als Zierde der spanischen Pferde und um Initialen oder Brandzeichen zur Schau zu tragen. Manche Tücher haben zwei Taschen, in denen Kleinigkeiten verstaut werden können und bei Kälte wärmt das Campo-Tuch die Knie des Reiters. Mehrere Campo-Tücher aus Baumwollstoff nebeneinander gelegt, bilden ein Tischtuch beim stilvollen Picknick. Schön und multifunktional – genau mein Ding! Und da die Vorweihnachtszeit die Zeit des Bastelns und Gestaltens ist, war klar: so ein Tuch nähe ich meinem Mann zu Weihnachten! Nicht mit seinen Initialen, sonder mit unserem Mordach-Logo. Und da mein Mann gerne mal vergisst, vor dem Reiten sein Pferd mit Reflektoren auszustatten, wollte ich gerne Reflektorpaspel verarbeiten. Sozusagen als eingebautes Sicherheitsfeature.
Im Stoffgeschäft konnte ich mich nicht zwischen einer leichten Baumwolle und Wollfilz entscheiden, also habe ich beides mitgenommen und besticken lassen. Leider ist nur ein Tuch fertig geworden, nämlich das aus Wollfilz, meine Variante für den deutschen Winter:
Die Maße habe ich mir bei den zum Verkauf angebotenen Tüchern abgeguckt und dann eine Zeichnung angefertigt:
Folgendes Material habe ich verwendet:
2 m Wollfilz (80% Wolle, 20% Polyester)
50 cm Pilotennylon für die Taschen
4 m Reflektorpaspel (Reflexbiesenband)
2 m Fallschirmschnur mit 4mm Durchmesser
1,20 m Webborte, ca 4 cm breit
Mein fertiges Tuch ist etwa 23cm breit und ca 170cm lang plus 12cm Fransen. Die Länge richtet sich nach der Größe des Pferdes und der Beinlänge des Reiters. Das Tuch sollte etwas über den Füßen enden, damit man sich nicht darin verheddert. Dementsprechend habe ich aus dem Wollfilz zwei Stoffstreifen plus Beschnitt ausgeschnitten. Bei mir waren das 194 x 25cm.
Das Logo habe ich bei ABCD-Stickerei in Mühltal sticken lassen, da ich das mit meiner Nähmaschine nicht kann und das Stickbild von Hand einfach nicht so schön wird.
Aus dem Pilotennylon habe ich für die Taschen 4 Rechtecke von 38 x 22cm zugeschnitten. Und dann kam bei mir leider ein Denkfehler: natürlich muss man ERST in Wollfilz und Pilotennylon den Taschenschlitz schneiden und beides zusammen einfassen und DANACH das zweite Rechteck der Tasche annähen (anders als auf meiner Skizze notiert).
Jetzt die beiden Wollfilzstreifen an den langen Seiten rechts auf rechts zusammennähen und (falls gewünscht) die Reflektorpaspel und die Befestigungsbänder mit einnähen. Wer Lederriemen vorne am Sattel hat, kann sich die Bänder zum Festbinden natürlich sparen. Das Ganze wenden. Ich habe noch eine Naht an den lagen Seiten von rechts gesetzt, damit die Kante schön flach wird und die Reflektorpaspel nicht im Wollfilz verschwindet.
Zum Schluss habe ich noch die Borte an den beiden Enden aufgenäht und den Schal damit auch geschlossen. Beim Wollfilz kann man die Fransen einfach aus dem Stoff schneiden. Bei gewebter Baumwolle würde ich vermutlich die Querfäden raus fuddeln und aus den Längsfäden Fransen abbinden oder knoten.
Für meinen Mann habe ich dazu eine einfache schwarze Schabracke mit der gleichen Borte und ebenfalls einer Reflektorpaspel verziert. So sieht beides zusammen dann am Pferd aus:
Den ersten Proberitt hat mein Mann schon absolviert und ich freue mich darauf, das „Sommer-Campo-Tuch“ aus dem Baumwollstoff zu nähen 🙂
Manchmal kommt es vor, dass ich genau weiß, was ich möchte, es das aber nicht genau so zu kaufen gibt. Dann ist wieder einmal basteln angesagt. So geschehen bei meinen Zügeln.
Ich wollte geschlossene Zügel in einer bestimmten Länge und Breite aus Fettleder. Da wir im Gelände öfter mal klettern müssen, wollte ich ein System, mit dem man ein Zügelende schnell vom Trensenring lösen kann, ohne den Karabiner direkt am Trensenring zu haben. Die Zügelenden sollen schön griffig sein, ohne dass man sich daran weh tun kann. Das brauche ich zum Beispiel in unwegsamen Gelände, wenn ich ein Stück voraus gehe und Tammi anschließend nachhole. Den Zügel nutze ich dann als extralangen Führstrick, so habe ich Tammi sicher am Strick, ohne dass ich Gefahr laufe, zwischen ihre Hufe zu geraten, wenn sie rutscht, stolpert oder eine Steigung oder einen umgestürzten Baum mit einem beherzten Hüpfer bewältigt.
So sieht mein fertiger Fettlederzügel aus. Seit ein paar Wochen im Einsatz und wir sind sehr zufrieden damit. Nur die losen Enden an der Flechtung habe ich noch gekürzt und mit einer Buchschraube fixiert, da sie sich negativ auf die Zügelführung ausgewirkt haben.
Und weil sie so schön geworden sind, hat mein Mann auch Fettlederzügel bekommen:
Das Fettleder und die Buchschrauben habe ich in sehr schöner Qualität bei Petsam gekauft. Die Zaumkarabiner sind von LENNIE-Equipment. Hier gibt es eine gute Auswahl von verschiedenen Größen. Die Idee mit der Befestigung am Trensenring stammt von der Sattlerei Tradere. Ich habe ein Paar ganz wunderbare offene Seilzügel aus der Sattlerei Tradere, die mit diesem System befestigt werden.
Bevor ich überhaupt irgendwas bestellt habe, habe ich mir einige Videos von „Hundesachen selber machen“ angesehen, hier werden die verschiedenen Flechttechniken sehr schön erklärt. Danach habe ich Zeichnungen angefertigt, wie die fertigen Zügel aussehen sollen. Besonders bei geschlossenen Zügeln ist es sehr wichtig, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was wo durchgezogen werden muss, damit man nicht in die Verlegenheit gerät, eine fertige Flechtung samt Karabiner durch einen kleinen Schlitz im Fettleder zwängen zu müssen.
Für die Zügel in Cognac habe ich 5m Fettleder und vier Buchschrauben mit 7mm und zwei mit 10mm Schaft benötigt. Die 10mm braucht man, wenn das Leder 3-lagig fixiert werden muss. Außerdem zwei D-Ringe und zwei Zaumkarabiner.
Für die schwarzen Zügel waren es 4m Fettleder, zwei Zaumkarabiner und 4 Buchschrauben mit 7mm Schaft. Es lohnt sich, gleich ein 10er Pack Buchschrauben zu kaufen, das Zügel-basteln macht leider süchtig 😉
Ich hatte vorab Fettleder-Farbmuster bestellt, diese und die Reste von meinem ersten Zügel habe ich genutzt, um das Flechten zu üben. Bei mir sind die Schlitze im Leder jeweils 2cm lang, der Abstand zwischen den Schlitzen beträgt je 1,5cm. Ganz wichtig für eine schöne Flechtung ist es, dass die Schlitze genau in der Mitte des Fettleders sitzen. Die Buchschrauben habe ich zum Schluss mit etwas farblosem Nagellack, den ich auf das Gewinde aufgetragen habe, fixiert. Das ist billiger als Schraubensicherung aus dem Baumarkt, mal schauen, ob es genauso gut hält.
Eine schöne Möglichkeit, mit allen Lieben zusammen etwas zu unternehmen, ist das „Ponywandern“, d.h. ein ausgedehnter Spaziergang mit Kindern und Pferden. Wir haben es an einem schönen Tag im Juli ausprobiert und es war ein voller Erfolg! Für alle, die das gerne nachmachen möchten, hier meine Erfahrungen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welche Ausrüstung ihr braucht.
Die Teilnehmer: wir waren 4 Erwachsene, 2 Kinder (2 1/2 und 3 Jahre alt) und 2 Ponies (Haflinger und PRE, 11 Jahre alt). Diese Konstellation ist absolut ideal. Es gab pro Pferd und Kind je einen Erwachsenen und so konnte jeder sich in Ruhe seinem einen „Schützling“ widmen. Selbst das bravste Pferd muss geführt werden und auch das netteste Kind macht mal eine Spritztour ins Unterholz oder muss zur unpassendsten Zeit Pipi. Da ist es schon toll, wenn keiner sich vierteilen muss, um alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Jeder der Kinder hat weiß, dass bei so einer Aktion ein Spielkamerad dabei sein muss, sonst kommt beim Kind ganz schnell Langeweile auf und mit quengelndem Kind macht nix mehr Spaß. Wir sind in der luxuriösen Lage, zwei Pferde zu haben, so kann man Kinder und Picknick schön verteilen, muss nichts selbst tragen und zu zweit döst es sich auch viel besser währen die Menschen picknicken.
Die Strecke: wir hatten einen Weg von knapp 6 km im Wald gewählt. Entlang der Strecke lagen drei kleine „Attraktionen“: eine Quelle zum Trinken für Mensch und Tier, ein Naturfreundehaus mit Pferdeanbindeplatz für das Mittagessen und ein Walderlebnisspielplatz zum Austoben für die Kids. Für kleine Kinder sind 6 km eine gute Strecke, wir waren zurück, bevor die Beiden zu müde waren. Mit einkalkulieren sollte man kleinere Umwege, wenn man die Gegend nicht in- und auswendig kennt oder ein Orientierungs-Genie ist. Eine Karte auf Papier wäre nicht schlecht gewesen. Ich verwende gerne die App „AllTrails“, allerdings passiert es häufig, dass das Handy weder Netz noch ein GPS Signal findet und dann steht man ewig an einer Kreuzung und entscheidet sich am Ende doch irgendwie nach Gefühl… Der Wald hat den Vorteil, dass er ganz gut gegen alle möglichen Witterungen schützt, es wird nicht zu heiß und leichten Wind hält er auch gut ab.
Die Ausrüstung: Mein Haflinger-Mädchen hatte ihr Wanderreithalfter an, da ich mit beiden Pferden zum Treffpunkt geritten bin und ich so gut zwischen Reiten mit Trense und führen und Anbinden mit Halfter wechseln konnte. Am Treffpunkt wurde der Sattel gegen ein dickes Lammfell/Wildleder-Pad getauscht, dazu ein Voltigiergurt. Der Volti-gurt ist für kleine Kinder perfekt, sie können sich richtig gut festhalten. An alle eingearbeiteten D-Ringe hatte ich Karabiner gemacht, mit diesen wurden noch ein paar Kleinigkeiten befestigt: – Ein Notfall-Ersatz-Knotenhalfter – Eine Magic-Brush – Eine kleine Sprühflasche Fliegenspray – Ein Ersatzhufschuh – Ein Faltschüssel zum Tränken Und natürlich war meine Ausreitpacktasche mit dem kompletten Inhalt dabei.
Unser „Packpferd“ hatte ein gefaltetes Woilach (Schweizer Armeedecke aus Wolle) auf dem Rücken, darüber einen Longiergurt. Aus drei Tragetasche hatte ich eine Ruckzuck-Packtasche genäht, die auf dem Woilach lag und am Longiergurt befestigtwar. In die beiden seitlichen Taschen kam zuunterst je eine Flasche Wasser, darüber gleichmäßig verteilt Kunststoffgeschirr, ein paar Brezeln und Tupperdosen. In die mittlere Tasche, die im Bereich der Wirbelsäule aufliegt, kam dann nur noch die Picknickdecke, ein paar Windeln und Wechselklamotten, also weich und leicht. Selbst als Bonni sich kräftig geschüttelt hat, ist nichts verrutscht oder rausgefallen. Da Bonni „nur“ Handpferd war, bzw. geführt wurde, hat ein einfaches Stallhalfter mit einem langen Baumwollstrick völlig gereicht.
Da wir hier viele Bremsen haben, war natürlich noch die komplette Schutzausrüstung am Pferd: Fliegenmütze, Fliegen-/Fransendecke und Fliegenspray. Das ist aber regional nach Bedarf zu handhaben.
Faktor Zeit: Wie viel Zeit plant man für so eine Ponywanderung ein? Hier unser Ablauf: 8:00 Uhr Picknick einpacken 9:00 Uhr Pferde putzen und vorbereiten 10:00 Uhr losreiten 10:30 Uhr am Treffpunkt eintrudeln, Reitpferd absatteln, Packpferd bepacken (diese halbe Stunde fällt natürlich weg, wenn man direkt am Stall startet) 11:00 Uhr Abmarsch 12:30 Uhr Ankunft am Picknickplatz, Pferde grasen lassen (ggf. tränken), Kinder über den Spielplatz jagen, Picknick vorbereiten. Hier macht es sich wirklich bezahlt, wenn genügend Erwachsene dabei sind. Pferde sicher anbinden und kurz durchatmen, was essen! 13:30 Uhr den Rückweg antreten 14:15 Uhr nochmal Zwischenstopp an einem anderen Spielplatz, um die Laune der Kids oben zu halten 15:15 Uhr zurück am Treffpunkt. Reitpferd satteln, Picknickreste und Kinder im Auto verstauen. Damit rechnen, dass die Kinder sofort komatös einschlafen. 16:00 Uhr Zurück am Stall, Pferde versorgen, kurz ausruhen. 18:00 Uhr Das Sattelzeug ist geputzt und verräumt, das Geschirr in der Spülmaschine, Kind ist wieder wach und topfit. Das wird ein langer Abend. Gut, dass so ein toller Tag einem einen ordentlichen Schub Extra-Energie verschafft 🙂
Die Bastelanleitung für die Ruck-Zuck-Packtasche:
Als Ausgangsmaterial habe ich drei Tragetaschen verwendet, zwei im Quer- und eine im Hochformat. Wichtig ist, dass sie einen Boden haben und nicht ganz flach sind. Die Farbgestaltung ist natürlich Geschmackssache, ich habe das genommen, was ich gerade da hatte.An der gestrichelten Linie werden die Taschen zusammengenäht und es werden 4 Klettbänder aufgenäht. Von hinten (also die Seite, die später zum Pferdepopo zeigt).Von Vorne: hier werden die Befestigungsbändchen für den Longiergurt angenäht. Ich habe dafür unter Anderem die abgeschnittenen Tragegriffe von den Taschen verwendet, es geht aber alles, was sich gut nähen und knoten lässt. Die Anzahl und Abstände entsprechen den Ringen am Longiergurt. Bei mir waren es deutlich mehr Bändchen, als auf dem Bild gezeichnet sind.So sieht es am Pferd aus (wie gesagt, die Farben habe ich mir jetzt nicht direkt so ausgesucht…). Die zwei Tragegriffe der seitlichen Taschen haben wir zur Stabilisierung verknotet und dann den „Deckel“, also den oberen Teil der mittleren Tasche, darüber geklappt und mit dem Klett geschlossen.
Kinder und Pferde sind wohlbehalten und ohne Verletzungen oder Druckstellen nach Hause gekommen. Trotzdem muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er sein Kind auf ein Pferd setzen möchte und ob und wie er seinem Pferd Taschen auf den Rücken schnallt. Soll heißen: das hier beschriebene hat für uns und unsere Zwecke gut funktioniert, aber ich übernehme keine Gewähr, wenn jemand es nachmacht und irgendwas passiert!
In der Verbandszeitschrift der VFD „Pferd & Freizeit“ habe ich den nachfolgenden Artikel „Sinnvolle Ausrüstung für das Horse-Hiking“ von Tina Boche entdeckt, der sehr schön zu meinem kleinen Erfahrungsbericht passt und ihn perfekt ergänzt. Ich freue mich sehr, den Artikel mit freundlicher Genehmigung der VFD Bayern (http://www.vfd-bayern.de/) hier anfügen zu dürfen.
Kürzlich habe ich einen interessanten Artikel gelesen, in dem die Vorteile des Schnurgurtes ausführlich beschrieben werden.
Meinen Schnurgurt nutze ich seit vier Monaten und kann dem voll und ganz zustimmen. Tammi und ich haben schon eine Reihe von Gurtungen und Gurten ausprobiert und der Schnurgurt ist der Erste, mit dem Tammi sich kommentarlos gurten lässt. Bei allen anderen Gurten hat sie, trotz redlicher Bemühungen meinerseits, meist böse geguckt und auch mal ärgerlich den Kopf gedreht. Dabei habe ich wirklich alles gegeben: verschiedene TTouches in der Gurtlage, besonders sanftes angurten in mehreren Schritten, ich war schon kurz davor, das Pony auf Magenprobleme untersuchen zu lassen… Der Schnurgurt hat (bis jetzt) die Lösung gebracht!
Nur hatte ich bisher das Problem, dass das Ende des Off-Billet auf der rechten Seite baumelt und mich stört, weil es dabei gelegentlich gegen mein Bein oder meinen Fuß kommt. Doch auch dieses Problem habe ich nun elegant gelöst. Ich habe ein dünnes Bändchen um eine Schnur des Schnurgurtes gelegt, dann durch das letzte Loch des Off-Billet gezogen, einen Knopf eingefädelt und das Bändchen verknotet. Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Vielleicht kann ein Bild Klarheit schaffen.
Mein Fazit: zeigt das Pony Unmut beim Gurten, ist der (zugegebenermaßen teure) Schnurgurt aus Naturfasern einen Versuch wert. Ich habe meinem Mann und seiner Stute jetzt auch einen bestellt.
Meine Tochter und ich haben zusammen gezeichnet. Die Pony-Umrisse habe ich jeweils vorgezeichnet und Thekla hat ausgemalt. Besonders gut gefällt mir das „Pony im Regen“.
Wir haben viel Spaß dabei und man kann sich seine kleinen Traumwelten zeichnen. Zum Beispiel eine ganze Pony-Ausstattung, inspiriert von wunderschönen Stoffen aus Guatemala.