Fertig

Mit nur zwei Wochen Verspätung ist unser Umbau fertig geworden, die zwei Norweger-Stuten sind eingezogen und fühlen sich sichtlich wohl.

Das Fenster zu den beiden Herren nebenan wird eifrig genutzt. Es ist insgesamt schön offen und luftig geworden, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Wir finden, es ist sehr schön geworden 😊

Und jetzt noch der Feinschliff:

Futtereimer

Ein neuer Satz Futtereimer, Maschinengespült, in Desinfektion gebadet, von Hand gespült und beschriftet – juhu!
1000 Dank an das Café mit den besten Schokocroissants, Küchlein, Obstsalaten, dem nettesten Team und der kuscheligsten Atmosphäre in Frankfurt. Danke Café Kante für‘s eifrige Joghurtbecher sammeln!
Und ich werde noch viiiiiele Schokocroissants futtern, denn nach und nach möchte ich alle unsere Eimer erneuern. Und das sind stattliche 252 Stück…Mein Mann hat unser Fütter-System erdacht und es wurde schon häufig gelobt und gelegentlich kopiert: zu jeder Box gibt es 14 Eimer. Für jeden Wochentag ein Morgen- und ein Abendeimer. Beschriftet sind sie mit dem Wochentag und der Boxennummer. Für morgens und abends gibt es unterschiedlich farbige Deckel. So kann jeder Einsteller das Futter für sein Pferd für eine komplette Woche vorbereiten und dabei sogar für verschiedene Wochentage unterschiedliches füttern, z.B. wenn das Pferd regelmäßig an einem Tag mehr/was anderes/ein Medikament bekommen soll… Wir nutzen als Futtereimer leere Joghurtbecher, die man wahlweise bei ebay in großen Mengen kaufen, oder eben beim Café seines Vertrauens sammeln kann. So sind alle Eimer gleich groß und alle Deckel kompatibel. Alle vollen Eimer stehen ordentlich nach Tag und Tageszeit sortiert in einem großen Regal. Zur Fütterungszeit nimmt man alle Eimer aus z. B. Regalfach „Samstag Morgen“ und leert den Eimer mit der „1“ in die Futterkrippe der Box No. 1 u.s.w.. Nahezu idiotensicher, bekomme selbst ich hin 😉Nachmachen natürlich erlaubt, noch bessere Ideen sind ebenfalls immer willkommen!So sieht das im Regal aus:IMG_2318Und der Nachwuchs hat auch Spaß (und ganz eigene Ideen) mit den Futtereimern:20180915_082537_IMG_1794.JPGKleine Extras schreiben wir nach dem gleichen System an eine Tafel:

Noch 12 Tage…

…dann sollen hier Ponys einziehen.

Gestern hat es geschneit, heute ist Frost und wir haben noch keine Dachziegel. Mein Mann ist die Ruhe selbst, gut, dass er gute Nerven hat und ich so viel um die Ohren, dass meine Nerven noch gar nicht mitbekommen haben, dass sie jetzt durchdrehen müssen…

Wir bauen um…

Wir bauen um…

…zum gefühlt 3572ten Mal, seit ich meinen Mann kenne. Aus dem Offenstall werden Paddockboxen. Warum eigentlich? Ist Offenstall nicht die ideale Haltungsform?

Ja, Offen- und Laufstallhaltung ist super, wenn:
1. Die Pferde sich gut kennen und verstehen, die Rangordnung einigermaßen geklärt und stabil ist.
2. Die Pferde einer Offen-/Laufstallgruppe zumindest ähnliche Bedürfnisse haben. Das betrifft Futterart und -menge, Wärme-/Kälteempfinden und Bewegungsbedürfnis.
3. Wenn man sehr, sehr viel Platz hat und genug Pferde, um Bedarfsgruppen (Diätgruppe, Allergikergruppe, Quatschkopfgruppe,…) zusammenzustellen.
4. Die Pferdebesitzer ähnliche Vorstellungen z.B. von Sauberkeit, Fütterung und dem Umgang mit Pferden haben.

Wir betreiben einen Pensionsstall, so viel Mühe wir uns auch geben, es bleiben nicht alle für immer. D.h. wir haben Wechsel in der Herde, die Rangordnung muss immer wieder neu diskutiert werden.

Wir haben hier eine bunte Mischung der beliebtesten Freizeitpferderassen, groß, klein, dick, dünn, gesund, kränklich, schüchtern, verspielt, von allem etwas.

Und es sind 17 an der Zahl. Mit den Bedarfsgruppen wird es schwierig, wenn man Herden mit mehr als 2-3 Pferden zusammenstellen möchte.

Deshalb haben wir Paddockboxen. Unsere Pferde sind jeden Tag 8-14 Stunden draußen auf der Weide. Dort haben sie Licht, Luft, Artgenossen zum Spielen und die Möglichkeit, sich zu bewegen.

Die Zeit in der Box gibt uns die Möglichkeit zu individuell bedarfsgerechter Fütterung mit Kraft- und Rauhfutter und ggf. Medikamenten. Kranke Pferde können auch mal ‚drin bleiben‘. Und wir haben jedes Pferd 3x am Tag im Blick und merken schnell, wenn was nicht stimmt.

Die Pferde nutzen die Zeit in der Box um ungestört und unabhängig von Rangordnungskonflikten zu ruhen und zu fressen.

Es ist ein Kompromiss, aber ich finde, es ist ein guter Kompromiss für alle Beteiligten. Unsere Pferde wirken zufrieden und ausgeglichen, unsere Einsteller meistens auch und damit sind auch wir zufrieden 😀

Nur fürchte ich, dass wir nie aufhören werden zu bauen. Als nächstes ist das seit zwei Jahren fast fertige Solarium dran und bis das fertig ist, haben wir bestimmt noch hundert neue Ideen…

Nachtrag vom 8.10.2018: hier noch ein Artikel zum Thema von Dr. Tanja Romanazzi, der mir aus der Seele spricht Tanja Romanazzi Offenstallkonzepte: Ist mein Pferd für den Offenstall geeignet?

Sommerfest in der Mordach

Am Morgen des Tages, an dem wir unser Sommerfest gefeiert haben, war der Himmel wolkenverhangen. Die Tage zuvor hatte es fast durchgehend geregnt. Ich war schon ganz unglücklich, aber pünktlich zum Vorbereiten der Schnitzeljagd kam die Sonne hervor.

Acht Reiter in drei Teams sind zur Schnitzeljagd angetreten und haben fünf Aufgaben auf der etwa 5 km langen Strecke gelöst.

Erste Aufgabe war es, Teile von drei Pflanzen mitzubringen. Diese haben wir am Schluss gemeinsam bestimmt und nach giftig/ungiftig sortiert.

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An der nächsten Station stand eine Kiste mit Requisiten und es wurden lustige Fotos für’s Reiterstübchen geschossen.

Dritte Aufgabe war es, an einer Wäscheleine aufgehängte Pfauenfedern (der Pfau unserer Nachbarn wirft jeden Sommer seine Federpracht ab, da hab ich welche aufgesammelt) abzupflücken und mitzubringen.

Station 4:

Zum Schluss waren bei den Pferden gute Nerven gefragt: die Reiter mussten gemeinsam ein Lied singen und in die Hof-WhatsApp-Gruppe stellen. So hatten auch die Daheimgebliebenen was zum Lachen.

Natürlich gab es auch eine Siegerehrung. In acht Kategorien wurde jeweils ein Sieger gekürt und hat eine Urkunde bekommen.

Anschließend haben wir gemeinsam gegrillt. Ein sehr schöner Tag, 1000 Dank an unsere tollen Einsteller für’s organisieren, mitreiten, gute Laune machen, Kuchen backen, Salat zubereiten, aufbauen, abbauen,…