„Tödliche Reitkunst“

Historischer Roman von Sandra Will

Ich mag keine Krimis, wenn ich mich grausen will, schaue ich Nachrichten. Da gibt’s genug Mord und Totschlag, das muss man sich nicht noch ausdenken…dachte ich.

Bis mir „Tödliche Reitkunst“ von Sandra Will über den Weg gelaufen ist. Titel und Inhaltsbeschreibung haben mich so neugierig gemacht, dass ich mir das Buch zu Weihnachten gewünscht habe. Vor allem hat mich eine literarische Darstellung vom Leben und der Zeit von François Robichon de la Guérinière interessiert und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bin kein Historiker, aber die Beschreibung der Zeit und Lebensweise erscheint mir schlüssig und realitätsnah. Und dass Sandra Will seit vielen Jahren Reitlehrerin ist und beim Thema ‚Pferd‘ weiß, wovon sie redet, zeigt sich deutlich in ihrem Werk. 

Darüber hinaus ist das Buch einfach toll: wunderbar geschrieben, großartige, vielschichtige Charaktere, eine spannende Geschichte, Liebe, Leidenschaft, verletzte Gefühle, das Leben in seiner ganzen Fülle und ja, auch grausames bis hin zum Mord. 

Jetzt muss ich wohl meine Meinung über Krimis gründlich revidieren. Zum Glück ist das Buch so dick und schwer, dass man es unmöglich in einer Nacht lesen kann, sonst hätte ich es getan. So habe ich es langsam und mit großem Genuss gelesen. Und ich kann es allen Pferdebegeisterten, Liebhabern der akademischen Reitkunst, Krimifans, Leseratten und eigentlich auch allen Anderen nur sehr ans Herz legen 🙂

Überdies ist es ein Debutroman, es werden also weitere folgen. Ich bin gespannt und mit Sicherheit auch Leserin des nächsten Buches!