Blickschulung der anderen Art

Es ist Winter und im Winter ist es bekanntlich lange und früh dunkel. Das bedeutet für mich, dass ich in einem Großteil der Zeit, die ich mit den Pferden verbringe, eine Stirnlampe auf dem Kopf habe. Eine Stirnlampe leuchtet, wenn sie einigermaßen mittig auf den Kopf sitzt, dahin, wohin man schaut. Diesen Umstand nutze ich im Winter gerne, um mich selbst zu beobachten: wo schaue ich eigentlich hin? Dem Pferd mitten ins Gesicht? Oder auf die Hufe? Zu Vor- oder Hinterhand? Auf den Weg oder in der Gegend herum?


Ich finde das sehr spannend, denn Pferde kommunizieren auch über Blick/Blickrichtung. Ihre Kopfbewegungen haben eine Bedeutung und bestimmt nehmen sie auch unsere Blicke und Kopfbewegungen sehr genau wahr.


Ich gehöre eindeutig zu den „Anstarrern“. Ich finde Pferde so schön, dass ich sie am liebsten permanent anschauen möchte. Sicher nicht angenehm, beim Spaziergang durchgehend angestarrt zu werden… Das habe ich mir deshalb auch mühsam abgewöhnt. Nicht zuletzt durch den kleinen Trick mit der Stirnlampe ist mir das überhaupt erst bewusst geworden.


Auch das Winterdunkel hat seine guten Seiten 😉

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